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Heidelberger Druck Downgrade


08.11.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Aktie der Heidelberger Druckmaschinen AG (WKN 731400) wird sich nach Einschätzung von Analysten der Stadtsparkasse Köln nur noch marktkonform entwickeln.

Das Unternehmen habe sich in 152jähriger Firmengeschichte vom traditionellen Druckmaschinenhersteller zum weltweit größten Anbieter von Lösungen für die gesamte Print-Media-Industrie gewandelt. Die Gesellschaft liefere von der Druckvorstufe über die unterschiedlichsten Druckverfahren bis hin zur Weiter-Verarbeitung alles aus einer Hand, inklusive der dazugehörigen Services, Dienstleistungen und Qualifikationen. An 250 Stützpunkten in 170 Ländern verfüge der Konzern mit circa 7.600 Vertriebsmitarbeitern über das umfangreichste Vertriebs- und Servicenetz in der Branche. Großaktionäre seien die RWE AG sowie die Almüco Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH.

Heidelberger Druck sei weltweit der einzige Komplettanbieter für Drucksysteme. Angefangen bei der Eingabe und Datenverarbeitung (Prepress) über den eigentlichen Druck bis hin zum Schneiden, Falten und Binden (Finishing) decke der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette ab. Dadurch verfüge das Unternehmen über einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber seinen Mitbewerbern.

RWE-Vorstandschef Kuhnt habe gesagt, dass es derzeit "mehr als fraglich" sei, den ursprünglich bis Ende 2003 geplanten Verkauf des Heidelberger Druck-Anteilspaketes durchzuführen.

Der Konzern habe drei Mainstream-Zeitungsrotationsmaschinen an die französische Verlagsgruppe Hersant verkauft. Das Gesamtvolumen des Auftrags, der bis Ende 2003 abgewickelt werden solle, sei nicht näher beziffert worden. Bislang habe Heidelberger Druck weltweit 19 Mainstream-Zeitungsrotationen verkauft.


Die Zukunft plane das Unternehmen mit einer Strategie auf drei Säulen. Die Weltmarktführerschaft im Offsetbereich solle ausgebaut werden, in der Weiterverarbeitung werde eine führende Rolle angestrebt und auch im Digitaldruck solle in den nächsten Jahren ein Spitzenplatz im internationalen Wettbewerb erreicht werden.

Das Unternehmen habe mit Halbjahreszahlen überrascht, die schlechter ausgefallen seien als erwartet. Weiterhin seien die niedrigen Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr 2002/2003 weiter nach unten revidiert worden. Der Umsatz habe um 17% auf 1,9 Mrd. Euro nachgegeben, was insbesondere auf das größte Segment Bogenoffset zurückzuführen sei.

Das Betriebsergebnis habe deutlich überproportional um 67% auf 36 Mio. Euro nachgegeben, auch hier würden die Ursachen in der Sparte Bogenoffset liegen. Das Ergebnis nach Steuern habe mit -79% bei 13 Mio. Euro gelegen. In der Sparte Rollenoffset seien hingegen erste Erfolge der Restrukturierungs-Maßnahmen zu erkennen, den Halbjahresverlust haben man hier um gut 36% auf 49 Mio. Euro reduzieren können.

Der Auftragseingang habe konzernweit um über 20% auf 2 Mrd. Euro nachgegeben, der Auftragsbestand habe mit 1,2 Mrd. Euro gut 33% unter Vorjahreswert gelegen. Die Restrukturierungskosten in Höhe von gut 140 Mio. Euro würden noch in diesem Geschäftsjahr anfallen, aber erst in den folgenden Jahren zu jährlichen Einsparungen von 200 Mio. Euro führen. Für das Gesamtjahr würden alle Anstrengungen unternommen, ein positives Ergebnis nach Steuern zu erreichen. Dazu müssten im zweiten Halbjahr mindestens 127 nach 13 Mio. Euro im ersten Halbjahr beim Ergebnis nach Steuern erwirtschaftet werden.

Der Weltmarktführer könne sich der weltweit schwachen Konjunktur nicht entziehen, die Zahlen für das erste Halbjahr seien schlechter ausgefallen als erwartet. Ob im Gesamtjahr wie angekündigt ein positives Ergebnis nach Steuern erzielt werden könne, erscheine fraglich. Die schwache Nachfrage werde nach Einschätzung der Stadtsparkasse Köln auch noch im kommenden Geschäftsjahr zu spüren sein. Das Restrukturierungsprogramm werde seine volle Wirkung noch entwickeln müssen.

Das Researchteam der Stadtsparkasse Köln nimmt vor diesem Hintergrund seine Rating für die Aktien der Heidelberger Druckmaschinen AG von "Outperformer" auf "Marketperformer" zurück.




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